Projekt: EVL-Halbmarathon 2009 – Finished
Es ist vollbracht. Gestern , so gegen 11:25 Uhr, habe ich die Ziellinie beim EVL-Halbmarathon 2009 in Leverkusen überschritten. Ich muss sagen, das war genial. Zum einen, weil die Zuschauer auf der Zielgeraden, mir nochmal einen schönen Energieschub gegeben haben und zum anderen, weil ich die letzten 3 Kilometer wirklich nicht mehr richtig laufen konnte und so dermaßen froh war, endlich im Ziel zu sein. Besonders schön war, das meine Tochter mit mir die letzten 100 Meter ins Ziel gelaufen ist.
Ich bin gegen 7 Uhr aufgestanden und habe erst mal nach dem Wetter gesehen. Gott sei Dank hat es nicht geregnet, die Temperatur lag so bei 10°C. Eigentlich ganz gut. Ein kleines Frühstück mit Toast und Marmelade und so gegen 7:45 Uhr bin ich aus dem Haus. Ganz in der Nähe des Starts habe ich einen Parkplatz gefunden und bin dann so gegen 8:30 Uhr auf der Start- und Zielgeraden angekommen. Dort war schon richtig Trubel und gute Stimmung. Ich bin dann ein paarmal die Straße locker rauf und runter gelaufen um mich aufzuwärmen. Ein paar bekannte Gesichter waren auch da, schnell ein paar Worte gewechselt und dann war auch schon fast 9 Uhr. Ganz witzig fande ich, das ich von einem jungen Mann angesprochen wurde, der offensichtlich mein Videobeitrag auf Youtube gesehen hatte und mich wiedererkannt hat. Wie klein doch das Internet ist.
Dann ging es los. Vom Startschuss bis zu dem Zeitpunkt wo auch wir in den hinteren Reihen loslaufen konnten, vergingen so knapp 1-2 Minuten. Am Anfang war es etwas schwierig seinen Laufrythmus zu finden, weil es sehr eng war und man aufpassen musste, das man niemanden in die Hacken tritt. Aber nach einen kanppen Kilometer hatte sich das Feld ganz gut auseinander gezogen. Ich hatte zum erstenmal eine Stopuhr dabei, um zusehen, wie lange ich für die einzelnen Kilometer brauche. Damit wollte ich mein Tempo regulieren, weil ich am Anfang nicht den Fehler machen wollte, zu schnell zu laufen. Das hat auch ganz gut geklappt, ich bin eher langsamer gelaufen als sonst. Nach 2-3 Kilometern hatte sich eine kleine Gruppe gebildet, mit der ich dann mitgelaufen bin. Wir hatten alle ungefähr dasselbe Tempo. So vergingen die ersten 5 Kilometer eigentlich recht schnell und ohne große Probleme. Kurz hinter der ersten Zeitmessung (5Km) kam auch der erste Verpflegungsstand. Ich hatte mir zuhause Traubenzucker eingepackt und mir vorgenommen, alle 5 Kilometer ein Stück davon zu essen. Das habe ich dann mit einem Becher Wasser runtergespült. Dann ging es in den Bürger Busch, ein ca. 3 Kilometer langes Waldstück. Sehr angenehm zu laufen. Unsere kleine Gruppe hatte sich leider aufgelöst und so lief ich dann mit einer jungen Frau weiter, die auch ungefähr mein Tempo lief. Die Kilometer 5 -10 waren vom Gefühl her auch die Besten. Es hat richtig Spaß gemacht.
Nachdem wir dann die 10 Kilometermarke passiert hatten, merkte ich zum ersten mal, das meine Beine etwas müde wurden. Leider Gottes konnte ich das Tempo von meiner unbekannten Laufbegleitung nicht mehr mithalten, so das ich sie schnell aus den Augen verloren habe. Die zweite Hälfte der Strecke fande ich persönlich nicht so schön wie die erste Hälfte. Es ging jetzt immer an der Dhünn entlang, sehr lange geradeaus. Ich hatte etwas Probleme mit meinen Waden und musste mich zum ersten mal etwas quälen. Ausserdem merkte ich, das alleine laufen nicht so schön ist. Bei Kilometer 13 hatte ich dann zu einer kleinen Gruppe augeschlossen. Eine nette Truppe. Wir haben dann ein paar Worte gewechselt und uns gegenseitig motiviert. Die Gruppe hielt aber auch nicht so lange, so das ich dann wieder einen Kilometer alleine weiterlief. Dann schloss aber eine junge Frau aus der Gruppe so mir auf und wir beschlossen, das Rennen zusammen zu beenden.
Die 15 Kilometermarke passierten wir kurz hinter dem Neulandpark auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände. Von hier an ging es weiter über einen Damm immer an der Dhünn entlang. Ich muss ehrlich gestehen, das mir dieser Teil der Strecke am wenigsten gefallen hat. Aber das lag wahrscheinlich an den 15 Kilometern, die ich schon in den Beinen hatte. Wir haben uns dann auch gegenseitig, mit nicht ganz Ernst gemeinten, Durchhalteparolen motiviert. Von meiner angestrebten Gesamtzeit von ca. 2:12 Stunden hatte ich mir hier aber schon verabschiedet. Bei Kilometer 18 wurde es richtig unangehm. Meine Waden machten mir richtig zu schaffen und ich beschloß, mein letztes Stück Traubenzucker zu nehmen. Das half aber leider auch nicht mehr besonders. Dann kam nochmal ein kurzer, aber heftiger Anstieg zum Birkenberg. Von hier an waren es noch knapp 2 Kilometer.
Als wir dann endlich auf die Zielgerade eingebogen sind, wurden wirklich nochmal die letzten Kräfte frei. Ich hätte das nicht gedacht, aber die letzten 200 Meter konnten wir fast nochmal einen kleinen Sprint ansetzen. Besonders schön fande ich, das meine Familie doch noch gekommen war und ich, wie schon erwähnt, mit meiner Tochter ins Ziel laufen konnte. Im Ziel gab es dann eine Medallie und Erdinger Alkoholfrei in rauhen Mengen. Da habe ich natürlich erstmal 2 Becher von getrunken. Anschließend musste ich noch den geliehenen Championchip abgeben, was sich aber als äusserst schwierig erwies. Ich konnte mich nicht mehr bücken, um meine Schuhe aufzumachen. Da ging gar nix mehr. Also hatte meine Frau das zweifelhafte Vergnügen, den Champinchip aus den Schnürsenkeln meiner verschwitzten Laufschuhe raus zufriemeln. Danke dafür, Schatz.
Zum Schluß jetzt noch die nackten Tatsachen:
Gesamtzeit: 2:24:04 Stunden
5 KM: 0:33:16 Stunden
5-10 KM: 0:32:29 Stunden
10-15 KM: 0:34:00 Stunden
15-20 KM: 0:36:36 Stunden
Gesamtplatz: 1564
In der Altersklasse M35: 177
Das kann man auch alles auf dieser schönen Urkunde nachlesen.
Kommentare
Glückwunsch!
Wenn das mit der Bauerei vorbei ist, werde ich auch mal einen HM in Angriff nehmen.
Danke schön.
Aber wenn ich aus meiner eigenen Erfahrung sprechen darf: Nach der Bauerei bist du erstmal so im Eimer, das du keine Lust auf einen HM hast. Ging mir zumindest so.
Na du machst mir ja Mut…
Sorry Ad. Ich will dich natürlich nicht demotivieren.
Projekt: EVL-Halbmarathon 2009 – Ein Fazit…
Seit Sonntag bin ich jetzt nicht mehr gelaufen (ging auch nicht, wegen Muskelkater) und jetzt merke ich, das mir das laufen fehlt. … Mir hat die Atmosphäre beim Lauf in Leverkusen echt gut gefallen und das hat auch irgendwie meinen Ehrgeiz geweck…
[...] erster Lauf nach dem Halbmarathon in Leverkusen führte mich wieder über meine momentane Standardrunde nach Leichlingen. Allerdings war es schon [...]